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Farbe

Blick in die Ausstellung Farbe
Blick in die Ausstellung Farbe

Ausstellung #267

16. Mai bis 30. Juni 2008

 

Die 267. Ausstellung der Galerie St. Johann zeigt unter dem Titel  "Farbe" Arbeiten von Hyun-Mee Ahn, Maren Klemmer, Dirk Rausch, Hans Peter Reuter, Ute Maria Schmid, Wolfram Ullrich und Claudia Vogel.

 

Innovativ an der Konzeption der Ausstellung ist, dass sie nicht, wie es seit fast vierzig Jahren Tradition in der Galerie St. Johann ist, von dem gesamten Galerieteam unter Federführung der Professoren Jo Enzweiler und Sigurd Rompza realisiert wurde. Vielmehr zeichnen die beiden Künstler Dirk Rausch und Claudia Vogel selbst verantwortlich für die Konzeption, Organisation und Durchführung der Ausstellung "Farbe", die lediglich auf den gedanklichen Anstoß Prof. Sigurd Rompzas zurückgeht.

 

Die Konzeption von Claudia Vogel und Dirk Rausch beruht auf der Intention, Werke junger Künstler, die bisher wenig bzw. noch gar nicht im Saarland ausgestellt haben, in einen Dialog zu bringen mit Arbeiten arrivierter Künstler, die zum Teil bereits in der Galerie St. Johann ausgestellt haben, wodurch ein Bindeglied zur bisherigen Ausstellungstätigkeit der Galerie hergestellt wird.

 

So vereint die Ausstellung "Farbe" Arbeiten von Hans Peter Reuter und Wolfram Ullrich, die beide bereits seit längerer Zeit mit der Galerie verbunden sind, mit Werken der Saarbrücker Künstler Claudia Vogel und Dirk Rausch und stellt sie in einen spannungsvollen Kontext mit Werken der Karlsruher Künstlerin Ute Maria Schmid, deren Arbeiten zum ersten Mal in der Galerie St. Johann gezeigt werden. Über Maren Klemmer, die in Saarbrücken und Düsseldorf studierte und deren Aquarelle bereits in Ausstellung der Galerie zu sehen waren, konnte der Kontakt zu der ebenfalls in Düsseldorf lebenden Künstlerin Hyun-Mee Ahn geknüpft werden, die bisher auch noch nicht in Saarbrücken ausgestellt hat.

 

Inhaltlich ist der Umgang mit dem Thema Farbe bestimmend für die künstlerische Arbeit der in der Ausstellung vorgestellten Künstlerinnen und Künstler. Die Ausstellung vermag eine Auswahl an Werken zu zeigen, die insgesamt einen flüchtigen Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten im Umgang mit der Farbe erlauben. Der subjektive Blick von Claudia Vogel und Dirk Rausch, der die Auswahl der Werke bestimmt hat, zeigt, wie intensiv sich die beiden Künstler mit dem Thema Farbe und deren unterschiedlicher künstlerischer Artikulation auseinandergesetzt haben. So ist eine Ausstellung entstanden, welche einen spannungsvolle Dialog zwischen den Arbeiten ermöglicht, wodurch sich Korrespondenzen ergeben und Gegensätze ausformen können, ohne dass die Werke in Konkurrenz zueinander zu treten. Denn die Arbeiten jedes einzelnen Künstlers behaupten den ihnen eigenen Umraum für sich, ohne das Ausstellungsgefüge zu verletzen. „Die gezeigten Arbeiten schlagen einen Bogen von aquarellhafter Zartheit zu starkfarbigen, plakativen und suggestiven Farbflächen oder einer Farbigkeit, die aus einem bestimmten Material heraus entsteht.“

 

Dirk Rausch