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Robert Schad. kleine

Blick in das Atelier. Foto: Archiv Robert Schad
Blick in das Atelier

Ausstellung #268

09. August bis 27. September 2008

 

"Das offensichtliche Zurücktreten Robert Schads hinter sein Werk geht einher mit einer immer markanteren Herausbildung dessen, was man Handschrift nennt. Das individuelle Maß seines gedanklich-bildnerischen Zugriffs wird ununterscheidbar eins mit dem gewählten Material, dem gestellten Thema: Aus der Hand wird die Form. Der Stahl ist souverän verfügtes Gestaltungselement, und zugleich scheint er eine eigene Kraft zu besitzen, einen räumlichen Instinkt, mit dem er den plastischen Bezirk, in dem er sich bewegt, fast körperlich greifbar erkundet. Die Kleinplastik von Robert Schad, man könnte sie auch Miniatur nennen, ist die konkret verdichtete Handlungsform für sich gegenseitig umgebende Flächen, Figuren und Räume, für ein Sich-Öffnen und ein Sich-Verschließen, für Licht und Dunkel, Lasten und Schweben, Stille und Klang. Sie entspringt einem künstlerischen Nachdenken über existentielle Grunderfahrungen, das sich dem Betrachter ohne symbolisch-bildhaften Assoziationszwang mitteilt. Ihre innere Kraft stellt sie auf eine Stufe mit seinen Großprojekten, macht sie im eigentlichen Sinne monumental. Sie ist eine Art materialschwere Essenz, die alles, was Werk und Künstler miteinander verbindet, bereits in sich trägt."


Jochen Ludwig

aus: Aus der Hand zur Form. Zu den Anfängen von Robert Schad.

Biografie

1953 geboren in Ravensburg
1974-81 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Albert von Hancke und Wilhelm Loth
1980-81 Stipendium des DAAD für einen Arbeitsaufenthalt an der Escola Superior de Belas Artes, Porto
1982 Preis für Zeichnung der III. Biennale für zeitgenössische Kunst, Vila de Cerveira, Portugal
1984 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg

1985 Förderpreis der Stadt Wolfsburg
1995 Förderpreis der Stadt Ravensburg und Weingarten
Kunstpreis der Stadt Nordhorn, 1. Menció, Barcelona
1987 Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn
1988 Stipendium der Cité Internationale des Arts, Paris
1989-90 Großer Preis der Interanationalen Biennale für Bildhauerei in Obidos, Portugal
Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium der Stadt Duisburg
Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
1992 Projektstipendium WERK STATT SCHLOSS der Stadt Wolfsburg
2000 Gründung des "Terrain de Sculpture de Larians"
lebt und arbeitet in Larians, Frankreich