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Seit über 40 Jahren...

Galerie St. Johann
Gesellschaft zur Förderung
aktueller Kunst m.b.H.
Beethovenstraße 31
66111 Saarbrücken

galerie(at)galerie-st-johann.de

Öffnungszeiten
nur nach Vereinbarung

Im Herbst 1969 wurde nach intensiver Vorarbeit von Jo Enzweiler und Franz Seiderer die Galerie St. Johann in Saarbrücken gegründet.

Im Gefolge der gesellschaftlichen Aufbruchstimmung jener Jahre gelang es, eine Gruppe von Personen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen dazu zu bewegen, im Saarland einen Ort für die Bildende Kunst zu etablieren, der in der angestrebten Form bis dahin nicht existierte. Von Anfang an war es erklärtes Ziel, den andernorts sich fast explosionsartig entwickelnden Phänomenen im Bereich der Bildenden Kunst auch im Saarland ein Forum zu schaffen.

Von Anfang an war auch allen Beteiligten klar, dass die organisatorische Struktur einer solchen Initiative nur auf Dauer Erfolg haben würde, wenn sie auch den Ansprüchen des derzeitigen wirtschaftlichen Handelns entsprach.

So wählten die Gründer im Gegensatz zu üblichen Initiativen nicht die Form eines Vereins sondern bauten die Galerie St. Johann (so benannt nach dem Stadtteil von Saarbrücken, in dem sie sich damals befand) als ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen auf (zunächst als BGB-Gesellschaft, später dann bis heute als GmbH), um zu gewährleisten, dass die Gesellschafter das erforderliche Engagement mitbringen, um auf Dauer das Unternehmen zu sichern: Der wirtschaftliche Erfolg (völlig unabhängig von Zuwendungen der öffentlichen Hand, die so gerne für kulturelle Aktivitäten herangezogen wird) sollte Grundlage für die Vermittlung künstlerischen Ideengutes aus der Region aber vor allem aus aller Welt sein.

Die "Rechnung" ist bis auf den heutigen Tag aufgegangen. Die Gesellschafter haben, mit abnehmender Zahl aber dafür mit zunehmendem Erfolg, ohne persönliche materielle oder finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen zu ziehen, einen nicht abschätzbaren Beitrag zur Verbesserung der kulturellen Infrastruktur und zur Etablierung einer angestrebten Identität einer Großregion geleistet. Noch immer gilt das Modell als vorbildhaft, in dem eine gesellschaftliche Gruppe unaufgefordert einen nicht unbedeutenden Beitrag leistet.

In annähernd 300 Ausstellungen wurden kontinuierlich über 45 Jahre hinweg, schwerpunktmäßig im Bereich der Konkreten Kunst in Einzel- und Gruppenausstellungen Künstler aus Europa und anderen Teilen der Welt vorgestellt und so ein Forum geschaffen, von dem auch erhebliche Wirkungen über das Saarland hinaus in die internationale Kunstszene ausgehen.

Es gelang der Galerie, in Zusammenarbeit mit großen Museen in Deutschland, Ausstellungskonzepte zu entwickeln (wie z.B. "Papier als künstlerisches Medium", "Relief Konkret" oder "Zeichnen Konkret"), die in mehreren Ausstellungshäusern in Deutschland und später auf Vermittlung des Goethe-Instituts in mehreren Ländern in Europa, in USA usw. gezeigt wurden. Die Veröffentlichungen hierzu gelten heute als Standardwerke.

 

Neben der gewissenhaften Betreuung von eigenen Kunsteditionen hat der "Verlag St. Johann" mehr als 150 Veröffentlichungen zur Konkreten Kunst und - in Zusammenarbeit mit dem Institut für aktuelle Kunst in Saarlouis - zur Kunst im Saarland herausgegeben. So ist es schließlich gelungen, über fast vier Jahrzehnte hinweg einen Ort für die Bildende Kunst zu schaffen, auszubauen und zu erhalten, als Privatinitiative von Wenigen, ein Ort internationaler Begegnung und Ausstrahlung.