kisrákói és bisztricskai Lehoczky György
Buchvorstellung am 24. Mai 2010...
... in der Klosterkirche Heilig Kreuz, Püttlingen
Am 24. Mai 2010 wurde in der Klosterkirche Heilig Kreuz, Püttlingen, das Buch "György Lehoczky, 1901-1979, Architektur, Malerei, Kunst im sakralen Raum, Kunst im öffentlichen Raum, Buchillustration" vorgestellt. Die Vorstellungsrede hielt Pfarrer Ulrich Schäfer, Wallerfangen-Gisingen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Werkes und der Person György Károly László Lehoczky,
liebe Frau Dieckmann, liebe gastgebende Schwestern des Heiligsten Erlösers,
am heutigen Abend des Pfingstmontags haben wir uns in der Klosterkirche der Redemptoristinnen in Püttlingen eingefunden, viele sind einander fremd, einige unter uns kennen sich, eines einigt und verbindet uns alle: wir sind angetan vom Werk eines Mannes.
Wir haben uns heute hier aus dreierlei Gründen zusammengefunden,
- zum ersten verbindet uns die Freude, die die Kunst des ungarischen Saarländers György Lehoczky in uns hineingelegt hat,
- zum zweiten möchten wir von eben dieser Freude, von unserm Glück etwas weitergeben, wir wollen in diesen Kirchenraum, in unsere kleine saarländische Heimat, ja in die Welt hineinrufen: Mensch lass Dich beschenken von dem, was einer für andere geschaffen hat, ein Buch soll vorgestellt werden,
- zum dritten soll in dieser Kirche ein großes Dankeschön ausgesprochen werden, das dem vor 31 Jahren Verstorbenen geschuldet ist.
Keine Frage für mich: der Künstler ist heute in „seiner Kirche“ mitten unter uns - nicht nur in seiner Tochter Vera. Kennen sie Fotos von Lehoczky, auf denen er verschmitz lächelnd zu sehen ist? Genauso hört und schaut er uns heute zu, wird mit dem Kopf zustimmend nicken oder ihn zu den Schultern hinwenden, wenn er Ausführungen über sich nicht ganz beipflichten will.
Um diese Rede habe ich mich nicht beworben. Ich habe sie im Zustand einer mittelgroßen Aufgeregtheit niedergeschrieben und dieser Zustand dauert bis in diesen Moment fort. Andere, so war meine Überlegung, könnten aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation passendere Redner sein. Aber ich habe - voll Stolz dies tun zu dürfen - zugesagt, hier zu sprechen.
Nun werden sie keine wissenschaftliche, kunsthistorische Hinführung hören.
Es werden persönliche Worte sein, die hier gesprochen werden. Sie gestatten bitte schon im Vorhinein, dass ich einiges von mir selbst erzählen muss. Denn von mir muss ich ja sprechen, wenn es um meine ganz eigene lebenslange, enge, herzliche und intime Verbindung zu György Lehoczky geht.
Ich bin so alt wie diese Kirche der Redemptoristinnen hier, in dem Ort Klarenthal aufgewachsen, direkt am Waldrand gelegen. Mit meiner Geburt war ich Mittelpunkt einer mehrere Generationen umfassenden Familie mit Tante und Onkel. Dass das Leben mit Mühseligkeiten verbunden war, war mir als Kleinkind schon bewusst. In dem alten großen Gebäude, in dem wir lebten, musste Wasser weit getragen werden, ebenso Brennstoffe. Warmwasser wurde auf einer Ofenplatte erhitzt.
Aber auch das Schöne, das Besondere, das, was das Leben reich macht, wurde mir in Fülle nahegebracht. Mir wurde die Welt der Bücher geschenkt, das Haus war mit bunten Drucken und Gemälden ausgestattet, die Fenster in fremde Welten für mich wurden. Mein Onkel brachte mich schon kurz nach der Geburt auf tagtäglichen Spaziergängen in die Natur - Wald, Feld und Wiesen waren mein zweites Wohnzimmer. Es gab keine Zuteilung in Unkräuter und Untiere, allen Pflanzen und allen Tiere wurde ich freundschaftlich verbunden.
Durch die Stimmung, die Ruhe unterschied sich der Sonntag vom Alltag der Woche. Es war etwas Besonderes, im Kreis der Familie den Gottesdienst zu besuchen. Hier war alles anders als die Woche über. Alle Sinne wurden angesprochen: kostbare goldene Gefäße blinkten, die Orgel brauste, der Weihrauch duftete fremdartig und wohlig zugleich. Mein Platz war auf der rechten Seite der Kirche, der Josephseite, bei den Männern. Das hatte Vorteile. Die Frauen mussten längst schon in der Kirche sein, wenn wir Männer noch im Freien plauderten und rauchten. Erst nach dem Eingangslied, pünktlich zur Eröffnung der Messe waren wir dann auch vor Ort. Nach dem Kommuniongang ging es dann gleich wieder hinaus, die Frauen mussten noch blieben, noch länger singen und beten.
Außerdem hatte ich für mich auf dieser Seite eine eigene kleine Kinderkirche. Im rückwärtigen Teil der "Männerseite" war eine kleine Kapelle. Sie hatte kaum mehr als drei Quadratmeter, etwa zweieinhalb Meter hoch. Und in genau dieser Kapelle, die mein bevorzugter Platz während der Messe war (was der buntberockte Pastor erzählte und tat war mir doch sehr fremd), in diesem kindgerechten Raum begann mein erstes und andauerndes Zusammensein mit György Lehoczky. Ein kleines Fenster, fast in Augenhöhe, zeigte eine "Flucht nach Ägypten".
Die biblische Geschichte war mir bekannt und es rührte mich damals sehr, dass es diesem kleinen Jungen sosehr viel schlechter ging als mir. Es drohte ihm Gefahr für Leib und Leben! Und doch machte mich dieses Glasbild nicht traurig. Die Farben, die Gesten und Gesichter der Heiligen Familie sagten mir: keine Angst, es wird schon gut gehen. Zweierlei Bewegung sind in diesem kleinen Glasbild zu erkennen: der nach rechts, in die Vergangenheit zurückgewandte Josef, der nachschaut, ob Gefahr vom Fluchtort droht und der zum Ziel und Schutzort, nach links weisende Engel, der auf eine sichere, bergende Zukunft hinweist (siehe S. 40 des Buches). Beides wusste ich auch als Kind schon: das Leben hält Schwierigkeiten, Ängste, Verluste und Probleme bereit, die auch von Erwachsenen schwer zu lösen sind. In diesen Zeiten des Aufbaues nach dem Krieg, in dieser großen Familie, war aber auch für mich die Stimmung zu spüren: es muss weiter gehen und es geht weiter.
Der schönste Teil in diesem Glasbild aber war das enge Zusammensein der Gottesmutter mit ihrem kleinen Sohn, das eine unendlichen Ruhe, Sanftheit und Sicherheit ausstrahlte. So etwas durfte ich ja selbst mit Eltern, Großeltern und Verwandten erleben, und dieser Zustand musste nach meinen Erwartungen lebenslang anhalten. Diese Geschichte spielte in einem weit entfernten Land, vor unglaublich langer Zeit. Und doch war mir bewusst: das ist auch meine Geschichte, schließlich war ja auch meine Heimatkirche, in der ich mich befand, auf diesem Fenster abgebildet! Und mein Anschauen des Glasbildes, das durch den Sonnenschein lebendig wirkte, war nicht nur ein Anschauen. Das Bild wirkte in mir, veränderte mich, machte mich mutig, wenn ich einmal traurig oder unsicher war. György Lehoczky wirkte in mir, er selbst und sein Glaube beeinflussten mich durch sein kleines Fenster.
Im Laufe der Jahre wuchs ich aus der kleinen Kapelle heraus und das große Kirchenschiff wurde Ort sonntäglicher Begegnung, gemeinsamen Singens und Betens. Aber György Lehoczky blieb wichtiger Begleiter: alle Fenster dieser Kirche waren sein Werk, um mich herum ein Meer an Farben und Formen - ich habe in all den Jahren während der vielen Messen, Andachten, Beerdigungen und anderer Gottesdienste, auch als Messdiener, wohl die meiste Zeit im Betrachten dieser Bilder verbracht.
Die Fenster wurden mir Heimat wie meine Familie, das Wohnhaus, die Natur.
Nichts in ihnen ist fremd, in ihnen durchlebe ich viele biblische Geschichten, wie Geburt, Sterben und Tod Jesu, die Auferstehung des toten Lazarus, das Zusammensein der Jünger mit der Gottesmuter und vieles andere. In diesen Fenstern entdeckte ich die Welt und die Geschichte: Schlangen, Könige und Heilige, Tempel, Städte, auch Jerusalem. Ich blieb am Ort - alles wurde an mich herangetragen und ich atmete, schluckte und verdaute die Bilderbotschaft des Buches. Die Bibel, der Pastor und am intensivsten und intimsten György Lehoczky durch seine Bilder sagten mir die Wahrheit: Gott machte diese Welt, sie ist schön, er liebte sie und blieb immer bei seiner Schöpfung und besonders bei seinen Freunden, den Menschen.
Und dann der Heilige Franziskus! Alles, was da abgebildet war, kannte ich: Natur, Natur, Natur, Rehe, Fische, Vögel, eine Eule, Bäume und viele andere Pflanzen umringen den Heiligen aus Assisi, der zu ihnen spricht. Das war meine Welt: das Einssein mit Fauna und Flora: die Wälder um den Heimatort herum, die Bäche, weite Aussichten, alle Sinne badeten in dieser Schönheit. Der Heilige und mit ihm der Künstler, der dieses Werk geschaffen hatte, erzählten mir durchaus nichts Neues, aber sie bestätigten und festigten als Autoritäten mein Erleben, sie brachten es zustande, dass Schöpfung und Schöpfer sich für mich bis heute aufs engste verbunden zeigen.
Es tat meiner jungen Seele unendlich gut, dass zwei Alte, der Heilige und der Maler, die Welt genauso erlebten wie ich: es musste also wahr sein.
Mit meinem Erwachsenwerden veränderte sich auch die Kirche. Die 1970er Jahre mit ihrem übergroßen Drang abzureißen und Altes zu zerstören, verschonten auch meine Heimatkirche nicht. Sie wurde ausgeräumt, alle Heiligenfiguren, alles Beiwerk in den Keller verbannt und weiß verputzt, außer den Glasfenstern gab es nicht mehr viel Sinnenfrohes im Raum. Aber wir meinten wohl alle, dass das nun richtig sei. Und dann wieder ein Umschwung. Ich war wohl 16 oder 17 Jahre alt. Was nun hinter dem Altar angebracht wurde, verwirrte die Sinne. Eben noch an die nackte Wand gewöhnt, blickten die Gläubigen nun auf ein Triptychon. In der Mitte ein Auferstandener, der auf beiden Seitenteilen von den Menschen verwundert, erstaunt und erfreut angeschaut wird. Seit dieser Zeit ist in der Klarenthaler Kirche das eindeutige Glaubenszeugnis des evangelischen Christen György Lehoczky zu sehen. Betritt man den Kirchenraum, wird in diesem Bild ohne lange Vorreden das Zentrum des Glaubens aufgezeigt: der, der tot im Grab gelegen hat, Christus, hat den eigenen Tod besiegt und somit auch meinen! Das Gemälde ist nicht mehr von dort wegzudenken.
Seit Volksschulzeiten bin ich an unserer Heimat, an der Region interessiert. Mit meinen Eltern machte ich am Sonntag regelmäßig Ausflüge, um Neues zu entdecken. Erstaunt stellte ich damals schon fest: nicht nur die Klarenthaler sind durch György Lehoczky bereichert worden, sondern das ganze kleine Land. In wie vielen Kirchen fühlte ich mich sofort heimisch, weil ich die Fenster zuordnen konnte! Und stellen wir uns, liebe Zuhörer, vor, wir fahren von Saarbrücken Richtung Saarlouis durch das Saartal und es gäbe Kloster Heiligenborn mit seinem burgartigen Turm nicht!
György Lehoczky bestimmt mit seiner Kunst bis heute mein Leben, seine Bilderpredigten haben mich niemals verlassen. Er hat in seiner ungarischen Heimat eine Fülle von Gebäuden errichtet. Unser kleines Bundesland, das ja historisch eher eine zufällige Größe ist, hat vielleicht am meisten Grund, sich bei dem Künstler zu bedanken. Ich denke es ist nicht – nur - der Ring Fleischwurst, der uns zusammenschweißt. Es sind vor allem auch Künstler und ihre Werke, die Räume gestalten innerhalb von Gebäuden und Räume im Freien, in Gemeinden und Städten, die es uns ermöglichen, uns dort wiederzufinden, uns mit eben diesem Ort zu identifizieren. Ich stelle die Behauptung auf, dass erst Künstler durch ihr Wirken uns Heimat ermöglichen.
György Lehoczky ist nicht nur Teil meiner Heimat, er hat meine Taufkirche, mein Dorf Klarenthal, dieses kleine Land für mich zur Heimat gemacht.
Offensichtlich sind es Viele, die von diesem Mann und seinem Werk beeindruck sind. Und es wäre alleine schon spannend aufzuzeigen wie Menschen zusammenkamen oder gar zusammenführt wurden ( ?!), dieses Werk in ein neues, gutes Licht in die Öffentlichkeit zu bringen. Seit 2007 gab es durch und mit einem Arbeitskreis Zusammenkünfte und Exkursionen zu Werken von György Lehoczky, die guten Zuspruch fanden. Der Künstler hat das Institut für aktuelle Kunst, Pater Wittenkämper und seine Mitstreiter des Freundeskreises György Lehoczky zusammengeführt: Höhepunkt war im vorigen Jahr eine Schau im Mia Münster Haus in St. Wendel. Dazu entstanden auch zwei kleine Bilderbücher: "Der Esel der zum Markt geführt wurde" und "So irgendwie müsste es mit der Arche Noah gewesen sein". Cornelieke Lagerwaard gestaltete diese Hefte, die man nicht anders als anrührend nennen kann.
Doch das durfte nicht alles sein. Heute ist ein Buch vorzustellen, das die verschiedenen Arbeiten György Lehoczkys zusammenfasst, ein Werkverzeichnis. In dieser Sammelschrift wird der Architekt, der Maler und Plastiker als Gesamtkünstler, als der er sich sah, vorgestellt. Die Einheit dieser Drei verkörpert nach Aussage von Frau Lehoczky auch das Dreifaltigkeitsfenster hinter mir.
Ich durfte einen Vordruck schon kennenlernen. Ich verspreche Ihnen, dass sie heute ein Buch erstehen können, das sie glücklich machen wird.
Einige Hinweise dazu:
- Oranna Dimmig hat in wunderbarer Wiese Lehoczkys kleinen Lebenslauf, den wir gleich hören werden, mit weitergehenden Informationen zusammenverwoben. Das macht sie so, dass man diese Collage nicht anders als literarisch nennen kann. Dazu sind auch private Photografien zu sehen.
- Mit Lorenz Dittmann können wir uns einzelnen Gemälden nähern, in ihnen versinken und sie wie ein fremdes und doch bekanntes Land bereiten.
- Eva Wolf nimmt uns mit in eines der schönsten Gebäude unseres Landes, in die Stiftskirche nach Saarbrücken. Sie stellt uns die Glasfenster nicht nur als Ganzes dar. Wie in einer mittelalterlichen Buchmalerei zeigt sie dem Betrachter einzelne Szenen, die man so deutlich noch nie sehen konnte. Ein Schatzkästlein.
- Thomas Wagner nimmt uns in einige Saarbrücker Kirchen mit, um uns dort Kirchenfenster als Bilder des Glaubens zu zeigen.
- In gewohnt fachlicher Qualität zeigt uns Kollege Joachim Conrad die Glaskunst als Verkündigung des Evangeliums, als biblia pauperum.
- Es folgen weitere aufschlussreiche Artikel zu Kunstwerken und den beiden Kirchenbauten im Saarland. Claudia Maas und Johannes Wittenkämper stellen Kloster und Klosterkirche Heiligenborn vor, Gudula Overmeyer (†) führt den Leser durch Kloster und Klosterkirche Heilig Kreuz.
- Günther Mönke beschreibt den Architekten Lehoczky aus der Sicht des Kollegen, Elmar Kraemer stellt uns den Lehrer Lehoczky vor.
- Ich besitze leider nur, aber immerhin, einige kleine Original-Zeichnungen. Werner Zimmer macht uns mit seinem spannenden Text Mut, Werke des Künstlers an Orten zu finden, wo wir sie nie vermuten.
- Eine Werkschau schließt sich an.
- Zuguterletzt durfte die Arche Noah nicht untergehen, sie beschließt das Buch.
- Die oben genannte identitätsstiftende Fleischwurst, unsere Lyoner, findet dann doch auch ein partnerschaftliches Miteinander mit dem Wirken des Künstlers für unsere Heimat: Kristine Marschall schreibt über Wandkeramik und Fensterglasbilder für die ehemalige Wurstfabrik Höll in Illingen.
Übrigens Wurstfabrik: Wollschweine unterscheiden sich von unseren Schweinen dadurch, dass sie das haben, was diesen weggezüchtet wurde: Speck. Haben Sie schon einmal geräucherten Speck vom Wollschwein gegessen? Es ist kein Speck wie bekannt, sondern pures Fett. Es ist die reine Sünde.
Das Buch ist auch mit einer DVD zusammen zu erstehen. Ihr Mann, liebe Frau Dieckmann-Lehoczky hat zu einem großen Künstler, Ihrem Papa, einen kongenialen Film gemacht. In diesem Film von 1968 kommt man dem von uns Verehrten, seiner alten Heimat Ungarn, seinen Gedanken ganz nahe. Ein Glücksfall.
Dort können Sie auch ungarische Wollschweine kennenlernen, und vieles mehr aus der untergegangenen Heimat György Lehoczkys. Eine längst untergegangene Welt ist zu entdecken, die uns aber dennoch ganz nahe gebracht wird durch das Erzählen und die eindrückliche Stimme des Alten Herrn, der auch in geradezu spürbarer Zuneigung und Liebe von seinem lange verstorbenen Großvater spricht.
Viele haben an diesem Buch mitgearbeitet, durch Spenden sein Erscheinen ermöglicht. Die Hauptlast, ein Buch herzustellen und zu einem wahrhaft eigenen Kunstwerk zu machen, lag beim Institut für aktuelle Kunst. Liebe Frau Dr. Maas, liebe Frau Dimmig und liebe Mitarbeiter des Laboratoriums und lieber Herr Professor Enzweiler, das Saarland und die Region können auch ohne das Institut und Ihre Arbeit leben, so hört man schon einmal. Aber wer, wenn nicht Sie es tun, soll den Menschen, die hier leben, aufzeigen und für sie dokumentieren, was es an wertvollem und reichmachendem Kunstwerk für sie gibt. Als katholischer Pfarrer stehe ich wohl nicht im Ruch, von Ihnen finanziert zu werden, deswegen darf ich Ihnen im Namen der Menschen, die heute hier zusammengekommen sind, aufs herzlichste für Ihre Arbeit und besonders für dieses Buch danken. Dass es so schön wurde, hat auch Frau Nina Jäger zu verantworten, die es gestaltet hat. Die Krüger Druck und Verlag GmbH, Dillingen, hat auch bei dieser Arbeit nicht nur einen Auftrag erledigt, sondern durch großes Engagement ihr Bestes zum Gelingen des Werkes beigetragen.
György Lehoczky, wir werden es gleich im Gesamten von Pater Wittenkämper hören, schreibt in seiner kleinen Selbstbiographie:
"1910 und 1911 im Alter von neun und zehn Jahren habe ich malen gelernt von einem jungen italienischen Maler namens Fabro di Santi in Fiume. Gott segne ihn! Er hat mich zum Schönen geleitet, es hat auf mein ganzes Leben Auswirkungen gehabt."
Diesen Dank György Lehoczkys an seinen Lehrer kann ich heute ohne Einschränkung an den von uns allen Verehrten zurückgeben.
Ulrich Schäfer
letzte Änderung: Samstag, 08.05.2010